Ein Plädoyer für ganzheitliches Training
Unser Läufer Kostja schwört auf Krafttraining. Neben dem regelmässigen Laufen ist es ihm wichtig, seinen ganzen Körper zu trainieren. Sein Besuch im Fitnessstudio hat ihm dabei etwas Wichtiges gezeigt: Auch wenn wir uns viel bewegen, werden nicht automatisch alle Muskelgruppen ausreichend beansprucht.
Was für Sehende im Fitnessstudio selbstverständlich erscheint – sich zwischen den Geräten zu orientieren, sie einzustellen und die passende Übung auszuwählen – ist für einen blinden Menschen eine ganz andere Herausforderung. Kostja hat sich seinen eigenen Weg geschaffen und trainiert mit viel Selbstständigkeit und Erfahrung.
Dabei stellte er fest, wie gut es ihm tut, unterschiedliche Formen der Belastung miteinander zu verbinden. An verschiedenen Geräten werden Muskelgruppen aktiviert, die beim Laufen weniger gefordert werden. Kostja beschreibt, dass er sich danach insgesamt beweglicher und wohler fühlte und auch beim Laufen einen deutlichen Unterschied bemerkte.
Für ihn geht es deshalb beim Krafttraining längst nicht darum, grosse Gewichte zu stemmen. Es geht um Vielfalt in der Bewegung, einen aktiven Körper und ganzheitliches Wohlbefinden.
Danke Kostja für dieses Plädoyer – welches nicht nur für blinde Läuferinnen und Läufer gilt – und weiterhin viel Freude beim Krafttraining!
05.10.2026