Voraussetzungen zur Begleitung an Wettkämpfen

Wer kommt als Guide für Laufveranstaltungen in Frage: Als Guide musst Du entweder Mitglied vom Verein Lauftreff Limmattal oder Lauftreff beider Basel sein, um Sehbehinderte aus diesen Vereinen begleiten zu können. Nur von diesen Vereinen ausgebildete Guides können berücksichtigt werden, dies aus organisatorischen und versicherungstechnischen Gründen.

Läuferisch musst du mindestens 1 min schneller sein als die Pace des zu begleitenden Läufers.

Signalwesten: Grundsätzlich tragen sowohl der Läufer wie auch du als Guide die zur Verfügung gestellten Westen. Du setzt dich dafür ein, dass dein Partner die Weste auch trägt.

Anmeldung an die Läufe: Der sehbehinderte/blinde Läufer (und nötigenfalls auch der Guide) wird von jenem Verein an den Wettkampf angemeldet, wo der sehbehinderte Läufer Mitglied ist. Du als Guide musst an den meisten Läufen nicht angemeldet werden, sondern läufst ohne Nummer (ohne Medaille oder Geschenk) und ausserhalb der Rangliste. Der Verein klärt jeweils ab, ob eine Anmeldung des Guides nötig ist (wie es z.B. am Kerzers- und am Frauenlauf der Fall ist).

Der Bedarf an Guides wird hier, auf der Website von Blind-Jogging veröffentlicht und laufend aktualisiert. Natürlich kann auch ein Guide auf diese Tabelle so reagieren, dass er einen Lauf angibt, wo er gerne jemanden begleiten möchte. Dann suchen wir die entsprechende sehbehinderte Person dazu. Die Tabelle ist nicht beschreibbar. Sende uns bitte deshalb ein E-Mail mit deinen Wünschen/Vorschlägen.

Voraussetzung für grosse Läufe: Nur Guides mit der Erfahrung von mehreren kleineren Wettkämpfen mit Sehbehinderten oder ca. 30 Begleitungen im Training dürfen Blinde an “Massenrennen” (GP Bern, Frauenlauf, usw.) begleiten. Guides mit weniger Erfahrung werden anfänglich sehbehinderte Walker/innen an den entsprechenden Events begleiten.
Interessierte Guides melden ihre Daten (Name, Adr., Handy-Nr., Geb.datum, Kontoverbindung mit IBAN-Nr.) und ungefähre Pace (min/km) an Blind-Jogging.

Spesen: Solange möglich zahlen die Vereine dem Guide eine Spesenvergütung von CHF 25.00 für jede Begleitung am Wettkampf. Derjenige Verein zahlt die Guidespesen aus, wo der Sehbehinderter Mitglied ist.
Bei Wettkämpfen, die über 30 km vom Wohnort des Guides sattfinden, werden doppelte Spesen ausgerichtet.
Einnahmen dank der Fritz und Julia Jörg-Stiftung werden nach deren Erhalt zu je einem Drittel unter Läufer-Guide-Verein aufgeteilt.

Die Resultate werden von jenem Verein veröffentlicht, wo der sehb. Läufer „zu Hause“ ist. Deshalb bitten wir alle Guides, die Namen der Teilnehmenden und die Laufzeit zeitnah mitzuteilen. Fotos vom Lauf sind immer willkommen.
Auch für die Abrechnung an den Schweizerischen Blindenbund ist die Zugehörigkeit der sehbehinderten Läufer massgebend.

Zum Praktischen:

– Der Treffpunkt muss klar und unmissverständlich, der Zeitpunkt sehr zeitig vereinbart werden. Vor Ort muss man immer mit grossem Tumult rechnen.
– Ein Rucksack ist für Läufer und Guide praktischer als eine Sporttasche. So bleiben beide Hände für die Begleitung frei, besonders bei grösseren Menschenmengen.
– Um den Partner schneller zu finden, sollen am Treffpunkt beide Parteien die Signal-Weste tragen; besonders, wenn sie sich nicht kennen. Also die Weste bereits im Zug anziehen.
– Die meisten Sehbehinderten haben eine Begleitkarte, die dem Begleiter gratis Fahrten im ö.V. ermöglichen. Kläre dies bitte mit deinem Läufer, bevor du ein Zugbillet kaufst.

Pin It on Pinterest